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Der Ackermann Ich bin ein rechter Ackermann und pflüge Grund und Boden, welch Lust ist’s, wenn ich pflügen kann, denn ich muss roden, roden. Am heim’schen Herd das Liebchen mein mich blondgelockt erwartet, von Blut und Rasse gut und rein, gar schlank und wohlgeartet. So folg’ ich freudig dem Befehl für Lebensraum im Osten, mag’s auch zuletzt die eig’ne Seel’, mag’s tausend Seelen kosten! Denn in die Erd’ kommt neue Saat, sie möge wohl geraten! Wir brauchen Stärke, Mut zur Tat, wir brauchen Krieg, Soldaten! Und spricht der Geist des bangen Manns, dies sei doch alles Lüge, der Untergang des Abendlands – mir einerlei! Ich pflüge. Die Scholle bricht, die schwiel’ge Hand lenkt herrisch in die Ferne; ein kühner Blick ins Feindesland – so wirkt der Wackre gerne. Da dröhnt die Luft, von Stahl durchsonnt, ich sinke schwer getroffen, Vergeltung naht am Horizont, auf Gnad ist nicht zu hoffen. [ Kommentar abgeben ] Seite 1 von 1 |